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SCHUTZFLEHENDE: Eine Αufführung von Kostas Papakostopoulos nach Aischylos, 11.7.2015

Dienstag, 07 Juli 2015

SCHUTZFLEHENDE: Eine Αufführung von Kostas Papakostopoulos nach Aischylos, 11.7.2015

Der Regisseur Kostas Papakostopoulos, bekannt für seine zeitgenössischen Interpretationen antiker griechischer Dramen, schloss im Jahr 2014 mit der Uraufführung SCHUTZFLEHENDE nach Aischylos den dreijährigen Projektzyklus GÖTTERWAHN zum Thema „Krise“ ab. Bereits mit den ersten beiden Inszenierungen des Zyklus GELDGOTT//CHOR DER EMPÖRTEN (2012) und WEIBERVOLKSVERSAMMLUNG (2013) hat der Regisseur mit seinem Ensemble, das Deutsch Griechische Theater, verschiedene Aspekte der aktuellen politischen und wirtschaftlichen Krise Europas auf die Theaterbühne gebracht. In der aktuellen Uraufführung widmete sich das Theater einem weiteren Aspekt dieser Krise: dem Flüchtling.

Αm 11. Juli 2015, um 21.00 Uhr wird das Werk SCHUTZFLEHENDE auf dem Art Carnuntum Festival bei Wien aufgeführt. Die Tragödie „Die Schutzflehenden“ von Aischylos, uraufgeführt im Jahr 463 v. Chr., ist der erste und einzig erhaltene Teil einer Dramentrilogie, die den Sagenstoff der Danaiden darstellt. Das Stück beginnt mit der atemlosen Flucht der  Töchter des Königs Danaos aus ihrer Heimat Ägypten. Um der Zwangsheirat mit ihren Vettern zu entgehen, fliehen sie über das Mittelmeer in die griechische Stadt Argos und bitten Pelasgos, den König von Argos, um Aufnahme und Schutz. Dieser gerät in einen moralisch-politischen Zwiespalt, da der Brauch die Aufnahme der Frauen verlangt, er jedoch einen Konflikt mit Ägypten vermeiden will.

In Papakostopoulos’ SCHUTZFLEHENDE ist die Flucht der Danaiden übers Mittelmeer zugleich eine Reise in der Zeit, vom alten Ägypten über das antike Griechenland bis in das Europa der Gegenwart. Und das Ende der Flucht ist zugleich der Beginn des Erzählens davon. Papakostopoulos hat zu Beginn des Jahres 2014 eine Workshopreihe umgesetzt, in der Flüchtlinge die Gelegenheit bekamen, ihre Geschichten zu erzählen. Diese „Oral Histories“ von der Flucht und von den Hoffnungen in der neuen, fremden Heimat in Europa wurden vom Regisseur des DGT gesammelt, bearbeitet und mit den Chorpassagen des antiken Werkes verwoben. Unter dem Gewand des Schicksals der Frauen kommen mit einem Mal die Geschichten heutiger Flüchtlinge in ihrer ganzen babylonisch-dissonanten Vielstimmigkeit, sowie die aktuelle europäische Flüchtlingspolitik zum Vorschein. Antikes Drama trifft hier auf dokumentarisches Gegenwartstheater.

Das DGT, das älteste Ensemble in der freien Theaterszene Kölns, feiert in diesem Jahr sein fünfundzwanzigjähriges Bestehen.

ENSEMBLE

Regie & Dramaturgie                Kostas Papakostopoulos
Bühnenbild & Kostüme             Ulrike Mitschke
Musikkomposition                    Herbert Mitschke
Videosequenz                          Michael Strassburger
Licht                                         Julia Marx

Regieassistenz                        Eva Meßmer   
Dramaturgieassistenz             Christina Ripeanu
Techniker                                 Thomas Mörl

Flüchtlingschor                        Terja Diava
Stephanie Meisenzahl
Εlisabeth Pleß
Danaos                                    Thomas Franke
König                                       Stefan Kleinert
Ägypter                                   Vassilis Nalbantis
Beamter 1                               Stefan Kleinert
Beamter 2                               Thomas Franke


Weitere Informationen unter http://www.dgt-koeln.de

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