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Die Außenministerin Griechenlands Dora Bakojannis

 

Dora Bakojannis wurde 1954 als ältestes von vier Kindern des Staatsmannes Konstantin Mitsotakis und von Marika Jannoukou-Mitsotakis, die eine Stiftung für behinderte Menschen gründete, geboren. Im Jahre 1968 musste ihre Familie wegen der Militärdiktatur, die Griechenland sieben Jahre lang beherrschte, ins Exil nach Paris flüchten. Als die Militärherrschaft 1974 zusammenbrach, kehrte sie zurück.

 

Im Dezember desselben Jahres heiratete sie den angesehenen Journalisten und Dozenten Pavlos Bakojannis. Sie bekamen zwei Kinder, Alexia und Kostas. Am 26. September 1989 wurde ihr Mann, der damals Abgeordneter der konservativen Partei „Neue Demokratie“ (ND) im griechischen Parlament war, beim Betreten seines Bürogebäudes von Mitgliedern der terroristischen Organisation „17. November“ erschossen. Neun Jahre später, im Juli 1998, heiratete sie den Unternehmer Isidoros Kouvelos.

 

Dora Bakojannis machte ihr Abitur an der Deutschen Schule Paris. Sie studierte Politik- und Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München und setzte ihr Studium an der Universität von Athen in den Fächern Politikwissenschaft und Öffentliches Recht fort. Sie spricht fließend Englisch, Deutsch und Französisch.

 

Nach ihrem Examen 1977 arbeitete Bakojannis in der Abteilung für Belange der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) des Wirtschaftsministeriums. 1984 wechselte sie in das Büro des damaligen Oppositionsführers und ND-Parteichefs Konstantin Mitsotakis, wo sie als Büroleiterin tätig war.

 

Nach dem Mord an ihrem Mann kandidierte sie im Jahre 1989 erfolgreich in dessen Wahlkreis für die „Neue Demokratie“. Dieses Mandat der Bergregion Evrytania konnte sie 1990 und 1993 verteidigen. Im Oktober 1990 wurde sie in Mitsotakis’ Regierung zur Staatssekretärin und im Dezember 1992 zur Kulturministerin berufen.

 

Bei der Parlamentswahl 1996 trat sie als Kandidatin für den Wahlkreis Athen-Zentrum an und gewann. 2000 konnte sie diesen Erfolg sogar noch steigern, indem sie die absolute Mehrheit der Stimmen erhielt.

 

Von September 1991 bis August 1992 fungierte sie als ND-Generalsekretärin für Auswärtige Angelegenheiten und vertrat die Partei in dieser Funktion bei der Europäischen Demokratischen Union (EDU) und der Internationalen Demokratischen Union (IDU). 1994 wurde sie beim dritten Parteitag der „Neuen Demokratie“ in den Vorstand gewählt. Drei Jahre später wurde sie in dieser Position bestätigt und zweimal als Vorsitzende des Präsidiums wiedergewählt.

 

Im September 1997 wurde sie vom Vorsitzenden der ND, Kostas Karamanlis, zur Parteisprecherin für Entwicklungspolitik ernannt und war bei der Wahl 2000 im Schattenkabinett der ND für Außen- und Verteidigungspolitik zuständig.

 

2002 nahm sie das Angebot von Kostas Karamanlis an, bei den Kommunalwahlen für das Amt der Bürgermeisterin Athens zu kandidieren. Am 20. Oktober desselben Jahres wurde Dora Bakojannis zur ersten Bürgermeisterin in der Geschichte Athens gewählt. Sie erreichte das Amt mit der größten Mehrheit, die ein Kandidat je hatte: 60,6%.

 

Am 15. Februar 2006 trat sie das Amt der ersten weiblichen Außenministerin Griechenlands in der Regierung Karamanlis an.

 

Im März 1992 wurde sie vom „Internationalen Zentrum für Frauen“ mit dem „Internationalen Führungspreis“ ausgezeichnet und im Juni 1993 vom „Internationalen Symposium Fontana di Roma“ für ihren wertvollen Beitrag zur Kultur gewürdigt.

 

Auf die Einladung des damaligen Präsidenten der Europäischen Kommission, Romano Prodi, nahm Dora Bakojannis im Januar 2003 als Teil einer Gruppe von 12 hochrangigen unabhängigen Persönlichkeiten an einem angesehenen Runden Tisch teil, der Vorschläge zum sozialen Charakter, der kulturellen Identität und der wirtschaftlichen Zukunft des neuen Europas erarbeitete.

 

Im Dezember 2005 wurde sie in einem internationalen Wettbewerb, der von der in London ansässigen Organisation „City Mayors“ veranstaltet wird, zur Weltbürgermeisterin des Jahres gewählt. Dora Bakojannis erhielt bei dem online-basierten Wettbewerb die meisten Stimmen und positiven Kommentare von allen 550 nominierten Bürgermeistern aus der ganzen Welt.

 

Im September 2006 wurde Dora Bakojannis in die Liste der 100 mächtigsten Frauen der Welt aufgenommen, in der sie neben zahlreichen anderen weiblichen Führungspersönlichkeiten aus aller Welt steht.

 

 

 

 


http://www.dorabakoyannis.gr

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                                                                                                                  6.03.2007 




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